Dienstag, 1. Dezember 2009

Seine auch

Das Telefon klingelt, und er geht ran

Und fängt auf einmal zu weinen an.

Seinen Tränen laufen, sein Gesicht wird rot,

und er kann nur stammeln:  Mutter ist tot.

 

Seine Frau will sich seiner sofort erbarmen

Und fängt ihn auf in ihren Armen

Sie streicht ihm zärtlich über das Haar,

und fragt, wie alt die Mutter war.

 

Nun ja sagt er leise, das macht sich

Sie war tatsächlich schon weit über Achtzig.

Und sie hatte es schon lang mit dem Herzen

Und klagte immer mehr über ihre Schmerzen.

 

Und so langsam verschwindet die große Qual,

und er atmet auch wieder ganz normal,

aber da klingelt ganz plötzlich wie zum Hohn

ganz laut und dauernd das Telefon.

 

Er nimmt ab, seine Augen werden groß

Und dann plötzlich brüllt er los

„Jetzt ist mir der Tag aber vollends verdorben,

die Mutter meines Bruders ist auch verstorben!!“

Don 08

Der Käpt'n


Der Käpt’n stand allein auf der Brücke,
und ahnte nichts von des Schicksals Tücke.
Jedoch, wie sagt man: im Handumdreh’n
War’s um sein Kreuzfahrtschiff gescheh’n.

Hier war sein Schiff,
dort war ein Riff,
eh’ er’s begriff
hört er einen Pfiff.
Dann lag er im Sand
Mit dem Kopf auf dem Strand
Und merkte vermutlich erst nach Stunden,
sein ganzes Schiff, mit Passagieren: Verschwunden!

Nach zwei Monaten allein auf der Insel
War er froh über ein Wasser-Gerinnsel,
denn damit konnte er so grad mal eben,
wenn auch primitiv, aber doch überleben.

Eines Tages war sein Erstaunen groß,
da schipperte langsam dahinten ein Floß
-schon von weitem sah er genau-
Das Floß beherrschte sehr gut eine Frau!

Sie legt bei ihm an,
er freut sich und dann,
zeigt sie, was „Frau“ kann,
wie sie ganz ohne Mann
nur auf sich gestellt
etwas macht aus der Welt.

Sie war eine von den Passagieren,
vor zwei Monaten war sie auf allen Vieren
auch auf diese Insel gekrochen
aber ihr Lebensmut war ungebrochen.

Als sie sah, wie er litt
Da nahm sie ihn mit,
in ihr neues „Zu Haus“
und das sah anders aus.

Keine Höhle wie er, nein ein Bambushaus.
Und das sah auch noch ganz reizend aus.
Mit Blumen im Garten!
Er konnt’s kaum erwarten,
bis sie ihn einlud, näher zu treten.
Und dann schwieg er ganz betreten.
Die ganze Einrichtung nicht nur passabel,
nein, es war wirklich komfortabel!
Ein Badewanne mit richtig Warmwasser,
und je mehr er dort sieht, wird er immer blasser,
ein Kamin stand da für die Kälte der Nacht,
der wurde am Abend einfach angemacht,
er war überwältigt von all der Pracht
und er fragt sie: Wer hat das alles gemacht?
Und sie sieht ihn an und sie strahlt und lacht,
ich, sagt sie, hab erst mal nachgedacht
und dann hab ich nicht nur in den Himmel geguckt,
ich hab einfach in meine Hände gespuckt
und dann habe ich zwischen den Bäumen
einfach mal angefangen aufzuräumen.
Und jetzt ist es fertig. Und ich bin gewohnt,
für gute Arbeit werd ich auch belohnt.
Ich glaube es könnte gar nicht schaden,
wenn du versuchst erst mal zu baden.
Und dann fände ich es wirklich nett,
wenn Du mich besuchst in meinem Bett.
Und dann kannst du, die verrücktesten Sachen
Die dir dann einfallen einfach machen.
Und da fängt er dann zu stottern an
Sagt so etwas wie „glücklichster Mann“.
Sein Wunsch sei schon übermächtig gewesen.
Sag bloß, sagt er, ich kann hier meine E-Mails lesen??!!?!

Don 10.08.

Zwei Statuen im Park

Zwei Statuen im Park

Es begab sich aber in einem Park,
dass dieser ein Geheimnis barg,
denn ziemlich versteckt hinter den Bäumen
schienen zwei nackte Statuen zu träumen.
Wenn man herantrat sah man genau
Links stand ein Mann rechts stand die Frau.
Beide sahen einander an
Von rechts die Frau von links der Mann.
Und das seit ungefähr einhundert Jahren,
als sie dahin platziert worden waren.

Und endlich, nach dieser endlosen Zeit,
da geschah ein Wunder, es wurde auch Zeit.
Ein Engel hatte die beiden entdeckt,
sie waren wohl doch recht gut versteckt.
Und der Engel erweckte die beiden zum Leben,
denn er wollte ihnen eine Belohnung geben.
Und er sprach: Ihr beiden ich kann euch verstehn,
ihr konntet euch beide die ganze Zeit sehn
und da habt ihr in diesen endlosen Stunden
sicher die Sehnsucht für etwas gefunden.
Das, was ihr tun wolltet schon seit hundert Jahren
Sollt ihr jetzt am eigenen Leib erfahren.

Ich gebe euch jetzt eine Stunde Zeit
Das zu tun, was ihr wollt, seid ihr bereit?
Und der Mann nimmt die Frau an der Hand ganz stolz
Und verschwindet mit ihr im Unterholz.
Jetzt musste der Engel sich an Geräusche gewöhnen,
denn er hört dahinten ein Kichern und Stöhnen.
Und dann, er konnte es gar nicht vermuten
Da kamen sie schon nach dreißig Minuten.
Oh je, sprach der Engel, ihr habt doch noch Zeit
Für einen weiteren Zeitvertreib.
Ja sagt der Mann, wir machens noch mal
Aber anders herum als beim letzten Mal.
Jetzt passt du aber auch wirklich gut auf:
Denn Du hältst die Tauben und ich scheiß drauf.
Gedanken über die Frau


Frauen sind außerordentlich wichtig auf der Welt.
Das hat sogar Gott eingesehen. Und nach seinem ersten Gesellenstück mit Adam, machte er sein Meisterstück mit Eva.
Allerdings weiß ich nicht, ob Gott selbst verstanden hat, was er da getan hat, denn zumindest für den Mann bleibt die Frau ständig rätselhaft.
Dabei erscheint es doch ganz einfach, denn im Gegensatz zu uns Männern würde eine Frau ihre Fehler sofort eingestehen. Wenn sie welche hätte.
Dieses Rätselhafte hat Sigmund Freud dazu gebracht zu erklären, dass er nach dreißigjährigem Studium immer noch nicht herausgefunden habe, was Frauen überhaupt wollen.
Ein Beispiel dafür ist, dass fast alle Frauen verführt werden wollen. Sie wehren sich jedoch dagegen und hoffen dass es ihnen nichts nutzt.
Um das zu verstehen, braucht ein Mann erst viele erfolglose Versuche.
Übrigens ist eine Junggesellin eine Frau die einmal zuviel „Nein“ gesagt hatte.
Frauen wollen gern, dass wir Männer wissen, was wir an ihnen haben. Wie soll ein Mann aber wissen, was er an einer Frau hat, wenn sie ihn gar nicht erst suchen lässt?
Wodurch zeichnet sich nun eine Frau aus?
Herstellungsbedingte Besonderheiten sind diverse Ausbuchtungen und meist sehr schöne Schwünge an verschiedenen Stellen. Die beiden ballähnlichen Ausbuchtungen im oberen Bereich teilen ihr Schicksal mit einer elektrischen Eisenbahn. Beides ist für die Kinder bestimmt, aber wir Männer spielen am liebsten damit.
Überhaupt verbringen die Männer sehr große Teile ihrer Freizeit mit der Erkundung der weiblichen Gestalt und deren Sinn und Zweck. Die meisten wissen inzwischen, dass die beiden oberen Bälle jedoch nichts mit Fußball zu tun haben, und dennoch interessiert sich jeder Mann sehr dafür.
Gerade weil Frauen so aussehen, wie sie sind, werden sie oft mit den wunderbarsten Menschen der Welt verwechselt.
Man erkennt Frau an ihrem verführerischen Lächeln, das Männer sogar frische Schrammen am Auto nicht bemerken lässt, an der Bereitschaft ständig Schuhe zu kaufen, und an der ständigen Begleitung von Spiegel und Schminke. Schon früh haben die meisten Frauen mithilfe der Kosmetik gelernt, aus der Not eine Jugend zu machen.
Heutzutage sind aber auch schon Frauen gesichtet worden, die mithilfe von Kosmetik die Männer von Grund auf zu enttäuschten vermögen.
Sollte eine Frau unangenehm riechen, sich eventuell sogar von Darmwinden hörbar verabschieden und einen Bart sowie ein äußeres Fortpflanzungsorgan haben, handelt es sich nicht um eine evolutionsbedingte Weiterentwicklung von Frauen sondern um einen verkleideten Mann.
Heute gibt es schon sehr viele emanzipierte Frauen. Wir Männer brauchen keine Angst zu haben, wenn wir einer solchen Frau hinterherlaufen. Gefährlich wird das für uns erst, wenn wir sie eingeholt haben. Denn eine emanzipierte Frau beherrscht die Kunst, den Mann klein zu kriegen.
Bloß nicht an der falschen Stelle.
Bezeichnend ist die Situation, wo der Ehemann am Tisch sitzt, sich den Kopf kratzt beim Kreuzworträtsel und seine Frau um Hilfe fragt: Sag mal welche Großmacht hat nur drei Buchstaben. Antwort der Frau: ICH !
Bei solchen Vorkommnissen kann ich auch den unterdrückten Mann verstehen, der auf die Frage „Was reizt Sie denn an ihrer Frau“ antwortet:
„Jedes Wort“.
Frauen stehen vermutlich zu Recht im Verdacht viel zu reden. Sie wollen auch immer das letzte Wort haben. Wir Männer würden es ihnen auch gerne lassen, wenn wir nur sicher wären, dass es das Letzte ist.
Don
Jlücklich ist wer vafrißt,
wat nich zu vasaufen ist.
Aus Berlin


Deftig darf es hergehen in Berlin. Nicht umsonst gibt es heute Eisbein mit Sauerkraut und Schnaps.

Dagegen bedeutet Nouvelle Cuisine:
Zuwenig auf dem Teller und
zuviel auf der Rechnung..
Das ist nichts für den „echten“ Berliner. Zweifellos hält Essen und Trinken Leib und Seele zusammen; der Leib kann aber auch ganz schön auseinandergehen davon. Deshalb pflegt der Berliner „Gewicht“ auf seine Füße zu legen.
Und dann kommen nachts die Kalorien, das sind die fiesen kleinen Männchen, die heimlich die Hosen enger nähen.
Für Berliner ist das Essen einer der vier Zwecke des Daseins. Welches die drei anderen sind, darauf ist er bisher noch nicht gekommen.
Und das scheint im Augenblick nicht so wichtig zu sein, denn der Berliner hat Erfolg mit seinem Essen; es ist inzwischen weltbekannt und trägt den Berliner Namen „Curry-Wurst“.
Berlin war nach dem dem zweiten Weltkrieg von den vier Siegermächten besetzt. Vor allem der Lebensstil der Amerikaner faszinierte die Berliner, natürlich auch deren Essgewohnheiten. Durch das typisch amerikanische Essen: "Steak mit Ketchup" kam eine Berlinerin namens Herta Heuwer auf die Idee, für ein neues Schnellgericht. Das Steak wurde durch eine in Fett gebratene Berliner Dampfwurst ersetzt. Anstelle des Ketchups, der damals noch unbekannt in Deutschland war, mixte Herta eine Soße aus Tomatenmark mit Curry, Chilli, Paprika, edelsüß und rosenscharf, Worcestershire-Soße, Zucker und Salz und Obstkonserven. So entstand das erste Currywurst Gericht der Welt. Der Name "Currywurst" stammt wahrscheinlich aus dem Volksmund. Ihren späteren Imbiss an der Kaiser-Friedrich-Straße/ Ecke Kantstraße nannte Herta dann auch: "Erste Currywurst Braterei der Welt".
Im Internet ist zu lesen, dass diese Erfindung zeitgleich auch in Spandau gemacht wurde.
Wirklich eine schmackhafte Mahlzeit für Zwischendurch und keine künstlichen Zutaten. Das ist auch wichtig, steht doch jetzt schon über manchen Lebensmittelberichten „Heutzutage braucht niemand mehr auf Kunst zu verzichten“, wenn er isst.




- 1 -

Wenn das so weiter geht mit dieser Entwicklung, wird auf den Lebensmittel-Verpackungen bald nur noch ein Aufdruck zu finden sein: „ESSBAR!“
Da kann ich nur sagen:
„Glücklich ist, wer nicht vergisst, dass Fast Food eben nur fast Nahrung ist.“
Da lobe ich mir doch ein richtiges Stück Fleisch von einem Bio-Rind, aaaber
wenn ich dazu die Preise sehe, dann wird mir klar, warum in Indien die Kühe heilig sind.
Nur, wir müssen auf unser Essen zu achten. Nicht umsonst heißt es:
„Du bist, was Du isst!“
Aber Achtung, wenn das stimmen würde, dann wären die die einzigen wirklichen Menschen auf der Welt die Kannibalen!!!
Richtig ist dagegen, dass die gefährlichsten Anschläge auf unser Leben meist mit dem Kochlöffel verübt werden. Denn manche Speisen müssten wirklich der Rezeptpflicht unterliegen.
Und der Volksmund hat recht, wenn er behauptet: Wie man sich fettet, so wiegt man.
Viele von uns kennen die Abkürzung „FDH“. Das heißt wir sollten dem Essen einen Riegel vorschieben. Aber alle die, die dazu einen Schokoriegel benutzen haben den Sinn doch nicht so richtig verstanden.
Das bedeutet Diät in irgendeiner Form. Und man darf es dabei nicht übertreiben, denn ich kenne Freunde, die werden immer dicker obwohl sie Diät essen. Und dabei machen sie, um Erfolg zu haben, gleich mehrere Diäten auf einmal.
Und es gibt ja so viele.
Ein Bekannte schwärmte neulich, sie habe endlich einen wunderbaren Diät-Arzt entdeckt. Bei dem könne sie Essen, was sie wolle, wenn sie nur pünktlich seine Rechnungen bezahlt.
Dabei ist das Einzige, was bei einer Diät ungehemmt in den Mund kommen kann, das Wort „NEIN“!
Für viele ist deshalb das Wort Diät eine Abkürzung und bedeutet:
„Dies Ärgernis täglich!“
Und dann gibt es noch eine Berufsgruppe, die Diäten ganz anders verstehen,
Die Politiker, die sollten es stattdessen mal mit dem Wort „Fasten“ versuchen.
Eine der ersten Sparmaßnahmen dieser Politiker nach der Wahl ist nämlich regelmäßig eine Diäten-Erhöhung. Das wird deshalb gemacht, damit wenigstens die Politiker die Sparmaßnahmen für das Volk gesund überstehen.
Unser Ex-Aussenminister Fischer, war ein gutes Beispiel. Er nahm nach den Wahlen immer so viel zu, dass er eine neue Tischsitte erschuf.
„Das Baucheinziehen“, denn das ermöglichte ihm erst das Herankommen an die begehrten Speisen.
Da es bei uns hier noch nicht so weit gekommen ist, kann ich euch allen nur wünschen „Guten Appetit“!
Don
Fremde und eigene Gedankensplitter zum Thema Religionen.

Die Religionen wären reiner, wenn sie seltener Blutbäder genommen hätten.

Religion ist die Unfähigkeit des menschlichen Verstandes, Ereignissen ins Gesicht zu sehen, die er nicht versteht.
Karl Marx

Bürger zum Staphi: "Bist du katholisch oder evangelisch?"
– Nein, konzessionslos…

Der Streit der Religionen ist schwer zu erklären,
da alle ihr Beweismaterial im Jenseits haben.


Religionen sind nur verschiedene Sprachen,
die über das Mehr-an-Welt reden


Religion ist eine gewisse, von den Menschen festgestellte Beziehung seiner besonderen Individualität zum unendlichen Weltall oder zu dessen Urgrund. Die Moral aber ist die aus dieser Beziehung hervorgehende beständige Richtschnur seines Lebens.

Religionen und Ideologien müssen sich daran messen lassen, wie sie mit Andersdenkenden umgehen. Die etablierten Denkmodelle versagen traditionell, denn sie kennen zwar Götterweihen und Fahneneide, aber wenig Menschenwürde gegenüber dem kritischen Individuum.

Keine Religion als die christliche hat gelehrt,
daß der Mensch als Sünder geboren wird.

In der behaglichen Gewißheit, mit der ich die Religion der anderen als Dummheit bezeichne, kommt bei mir der Argwohn auf, daß meine ebenso eine ist. Mark Twain, (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens,

In einem Meer von Religionen und esoterischen Strömungen ist kaum Land in Sicht.

Religion reduziert unser Wissen von Gott auf Glauben.

Es gibt Völker, die sich gegenseitig dulden – sogar lieben! ... aber Religionen...?

Die Religion mag ein Anker sein,
aber ich bin kein Schiff.

Wahre Religiosität bedeutet, daß man seine eigene Göttlichkeit erkennt.

Gott hat die Menschen für ihre Sünden damit bestraft, indem er ihnen Religionen gegeben hat.

Religionen haben viel Gutes, aber auch viel Schlechtes gebracht, und das Schlechte an ihnen ist, daß manche noch immer an ihr Gutes glauben.

Die Religionen verhalten sich wie Brüder.
Wie Kain und Abel.

Die Religion verspricht den Gläubigen eine Luxuswohnung im Himmel, ohne ihnen die genaue Adresse zu geben.

Die Schöpfung ist keine einmalige Geschichte, sondern ein grundlegendes Prinzip. Die Schöpfung vollzieht sich jeden Tag. Karl-Heinz Wiesemann, deutscher Weihbischof

Die Religionen sind so sehr mit ihren personellen Funktionen beschäftigt, daß Gott für sie nur noch eine Randfigur ist.

Wenn hierbei Gedanken auftauchen, die von anderen Menschen sind, ohne dass diese genannt werden, dann bitte ich um Nachricht, ich werde sie auf Wunsch streichen oder aber mit Herkunftsnachweis versehen.
Danke.
Don
Die Ehe, der Ehemann, und die Ehefrau


Zu einer perfekten Ehe gehören mindestens zwei Menschen:
ein Ehemann und eine Ehefrau.
Was ist aber ein „Ehemann“?
Wenn es stimmt, dass „Teigwaren“ so heißen, weil sie Teig waren, ehe sie „Teigwaren“ wurden, dann war der Ehemann ein Mann, ehe er ein Ehemann wurde.
Und was ist ein „vollkommener Ehemann“?
Nun, er raucht nicht, trinkt keinen Alkohol im Übermaß, er macht den gesamten Haushalt ohne besondere Anleitung, hat einen sicheren Beruf, er sorgt für den Hund, ist kinderlieb und - und das ist das Wichtigste -
Er ist Junggeselle!
Die Luxusausführung gibt es dann noch in der Ausführung“ „Selbstreinigend!“
Wenn eine Frau ein solch seltenes Exemplar findet, sollte sie es sofort festhalten, denn er ist bestens geeignet für die einzige Form der Leibeigenschaft, die gesetzlich geregelt ist, die Ehe.
Die Frauen jedoch, die sich ein „Sonderangebot“ ausgesucht haben, sollten beachten, dass bei denen die Rücknahmepflicht entfällt.
Manche Männer sind als Ehemänner eine reine Katastrophe, aber als Scheckbuchträger ein Schatz. So haben die meisten Ehemänner irgendwelche Vorzüge, die die Frauen gnädig stimmen, damit diese nicht die Sitte einiger Spinnenweibchen aufgreifen und die Männer nach der Hochzeitsnacht gleich auffressen. Eine zugegebenermaßen totale Vereinfachung bei den sonst drohenden Eheproblemen.
Aber wir wollen erst einmal sehen, was eine „vollkommene Ehefrau“ ist.
Die vollkommene Ehefrau weiß, dass kein Mann vollkommen ist.
Dass sie deshalb als „Herrgottsschnitzerin“ arbeiten muss lässt sie ihn aber nicht merken. Es soll dabei schon Frauen gegeben haben, die ihren Mann als braven Hofhund abgerichtet haben und ihm danach erfolgreich eingeredet haben, dass er jetzt ein kühner Löwe sei. Und anschließend wird von der Frau als der „besseren Hälfte“ und beim Mann von der „verbesserten Hälfte“ gesprochen.
Wenn eine Ehefrau ausnahmsweise ihren Mann klüger sein lässt, als sich selbst, dann nur, um ihn sofort daran zu erinnern, dass der Klügere immer nachgibt.

Überhaupt muss die ganze Geschichte mit der „Ehe“ von einer Frau erfunden worden sein. Ein Mann wäre nie im Leben darauf gekommen. Die wirklich gut geeigneten Ehemänner bleiben deshalb häufig ledig, weil sie zu rücksichtsvoll sind, um zu heiraten.
Es wird ja oft behauptet, dass viele Ehemänner vergessen, dass sie verheiratet sind, sobald sie eine schöne Frau sehen. Das halte ich für ein Gerücht, gerade dann werden sie besonders schmerzlich daran erinnert, jetzt ja keine Fehler zu machen.
Und alle Menschen machen Fehler, auch Ehemänner, nur die Ehemänner merken sie schneller. Dafür brauchen sie sich ihre eigenen Fehler nicht genau zu merken. Es ist doch überflüssig, dass sich zwei dasselbe merken.
Als ideales Ehepaar kann ich mir Adam und Eva vorstellen. Er musste sich nicht dauernd anhören, welch tolle Partien sie hätte machen können, und sie bekam nicht immer wieder erzählt wie gut seine Mutter gekocht hatte.

Als Fehler bei den Frauen wird häufig hervorgehoben, dass sie länger und schneller reden können als sogar das Echo.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Männer um die 25.000 Worte am Tag sprechen. Frauen so ungefähr 30.000. Nun klagen manche Männer, dass sie während des Tages ihre 25.000 Worte schon verbraucht haben, während ihre Frauen ihre 30.000 Worte am Abend, wenn er nach Hause kommt, erst noch loswerden wollen. Und meist sind sie dann auch nicht zu bremsen. Im Streit hat schon manche Frau die Hand auf den Tisch geknallt und gesagt: „Halt den Mund, wenn ich Dich unterbreche“.
Wenn eine Frau ein Minute lang nichts sagt, ist sie entweder bewusstlos oder tot.
Ein wirklich weiser Mann unterbricht seine Frau auch dann nicht, wenn sie eine Woche lang nicht mit ihm spricht. Dann verkehren sie eben nur noch schriftlich miteinander. Er schreibt einen Zettel: „Morgen früh um sieben wecken!“ Wenn er am nächsten Tag um acht Uhr verschreckt hochfährt sieht er neben seinem Zettel einen zweiten, auf dem steht: „Es ist jetzt sieben Uhr! Aufstehen!“
So wissen sich Frauen immer zu helfen, und sie behalten im Streit meist das letzte Wort.
Und wir Männer würden unseren Frauen ja gerne das letzte Wort überlassen, wenn wir nur sicher sein könnten, dass es wirklich das letzte wäre.
Frauen sind sehr von sich eingenommen. Sie irren sich nie!
Fehler würden sie natürlich sofort eingestehen, aber sie mach eben keine Fehler.
Sie wissen sehr genau, Männer sind vorwiegend männlich, Frauen aber sind göttlich. Und ein Weiser hatte ihnen auch beigepflichtet, als er feststellte: „In der Tat sind Frauen das Beste, was es in dieser Art gibt“!
Aber auch heute im 20.Jahrhundert halten sich die Frauen noch gern an die einfachsten Dinge des Lebens – eben an uns Männer.
Und wir Männer? Wir wissen selbst ganz genau:
In jedem Mann steckt ein Kind. Und das will er einem armen, jungen Mädchen andrehen. Und dieses Kind im Manne will spielen. Wenn es einen Aufsitz-Wohnungs-Staubsauger gäbe, wären wir sicher sogar zur Hausarbeit zu überreden. So aber gehen wir in unsere Büros, erfinden sogar Raumfähren zum Mond, aber wenn wir abends nach Hause kommen sind wir nicht in der Lage einen Faden in eine Nadel einzufädeln und uns selber einen Knopf ans Hemd zu nähen. Und wenn ein Mann tatsächlich seinen Aschenbecher selbst geleert hat, dann versucht er den Eindruck zu erwecken als hätte er das ganze Haus geputzt.



Um diese häufigen gegenseitigen Fehler wissen alle Beteiligten. Und dennoch versuchen sie sich gegenseitig kennenzulernen, um einander zu heiraten.
Manch jungem Mann, der in den Hafen der Ehe einlaufen will, sollte man raten, erst einmal eine Hafenrundfahrt zu machen. Er hat so eine viel bessere Ausgangsposition das „Rätsel Frau“ gar nicht erst lösen zu wollen. Denn es gibt da nur zwei Möglichkeiten. Frauen sind entweder so wie wir – oder eben anders,
Und meist wollen wir sie auch anders.
Und es gibt auch nur zwei Sorten von Männern, die das einfach nicht verstehen können: Ehemänner und Junggesellen.
Sollte jemand meinen, die Frauen seien ihm nicht intellektuell genug, dann soll er nicht vergessen, bei der Herstellung der Frauen durch den Herrgott, war der durchschnittliche Mann das Maß an das er die Frauen anpassen musste.

So passiert es eben doch immer wieder, dass ein verliebter junger Mann und seine niedliche Freundin abends Im Park eng aneinandergeschmiegt sitzen, und schmusen. Und er bedrängt sie immer wieder: „Ach Liebling, sag doch endlich die berühmten drei Worte, die uns auf ewig miteinander verbinden, Du machst mich damit zum glücklichsten Menschen der Welt!“ Und sie rückt ein Stück von ihm ab, hält ihn mit beiden Händen an den Schultern, schaut ihm in die Augen, öffnet vorsichtig den Mund, und dann sagt sie endlich die drei Worte: „Ich bin schwanger!“
Und jetzt, wo er endlich seine ersehnte Lebensgefährtin hat, geht ihm ein Licht auf: Lebensgefährtin hat etwas mit Lebensgefahr zu tun.
Und wenn die beiden sich jetzt dennoch trauen, und dem Trauschein vertrauen, sprich sie heiraten, und wenn sie dann mit ihrer überwältigenden Liebe gemeinsam eine wirklich glückliche Ehe hinbekommen, dann beweist das immerhin: „Durch die Liebe ist selbst die Quadratur des Kreises möglich“